KONZERT-BERICHT ::: Jekatarinburg (Russland) am 03.05.2010

geschrieben von Michael Scholz

 

::: Liebe Freunde!

Am 23. April war es endlich soweit – ich hatte die Visa für Russland in den Händen – Detlef und ich durften tatsächlich in die Russische Föderation einreisen! Eine Planungs- und Verhandlungszeit von mehr als einem viertel Jahr und der Glaube, dass es wirklich möglich ist, hatte uns die Tür für dieses Abenteuer geöffnet.
 

 

::: Die Anreise

Am 30. April sollte der LH 3206 Abflug nach sein Moskau sein! Detlef und ich trafen uns pünktlich und das Einchecken, dank der elektronischen Bordkarten, war kein Problem! Das hatte ich sicherheitshalber eine Woche vorher schon abgecheckt – ich wollte nichts dem Zufall überlassen und keine Überraschung erleben. Trotzdem war ich sehr aufgeregt und gespannt, was uns erwarten würde.
 


Der Flug mit einer Boeing 737 war unspektakulär – es gab Tomatensaft und Kaffee und ein Convenience Lufthansa Menü – etwas früher als berechnet, landeten wir kurz vor 15:00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen  Domodedowo in der Nähe von Moskau – immer noch waren wir gespannt, was uns bei der Passkontrolle erwarten würde – da waren noch die Erinnerungen an die Reise nach Tyumen 2007 – aber – es lief alles freundlich und glatt ab – wir mussten nur noch mit unserem Gepäck durch die Schranke – und dann standen dort, wie verabredet, Natalia und ihr Mann Maxim! Der erste große Stein fiel von unseren Herzen. Es gab eine Verschnaufpause mit Pepsi Cola, bevor wir zum Flug nach Jekaterinburg eincheckten – Natalia hatte alles perfekt vorbereitet.
 


Wir flogen mit einem A 320 der Ural Air – alles perfekt auf Internationalem Standard – doch der große Augenblick stand noch bevor. Wir sollten unsere Gastgeber kennen lernen und Freunde wieder sehen. Die Freude war groß!
 


::: In Russland

Es war bereits dunkel in Jekaterinburg und schon 22:00 Uhr – bei uns grade mal 18:00 – Lena, Mikhail, Sergey  und ihre Freunde schenkten uns einen herzlichen Empfang. Mit starken Autos ging es durch die abendliche Stadt direkt zu unserem fünf Sterne NOVOTEL.

Dort saßen wir, doch etwas erschöpft, aber total erleichtert – ich brauchte ein kühles Bier - mit unserem Gastgeber und seinen Freunden noch einige Zeit beisammen, um uns kennen zu lernen. Wir verabredeten uns zum nächsten Mittag – es war Einiges geplant, das wussten wir. Wir wollten uns überraschen lassen.
 


::: Erster Tag

Unser Tag begann mit einem Frühstück im Zimmer gegen 10:00 Uhr Ortszeit – gefühlte 6:00 MEZ – gegen Mittag trafen Natalia, Detlef und ich uns in der Lounge – und auch Mikhail und seine Freunde kamen später dazu, alle wollten ihre CDs und Vinyls signiert haben.
 


Das war die erste Autogrammstunde – danach wollte Mikhail uns zu einem Ausflug aufs Land einladen – vor dem Hochhaus seines Appartements hielten wir an, um seine Frau Olesia abzuholen – wieder gab es eine ehrlich liebevolle Begrüßung  - wir waren dankbar und entspannt!
 


Nach einigen Kilometern durch eine wachsende Stadt, kamen wir auf Birkenalleen zum Ort der Hinrichtung der Zarenfamilie im Jahr 1917 – dort gibt es jetzt ein Denkmal für Nikolai II und seine Familie und kunstvoll errichtete traditionelle Holzkirchen, die den tiefen Glauben in die alte Tradition verkörpern sollen.

Um die Gedenkstätte betreten zu dürfen, mussten die Frauen Schürzen und Kopftücher tragen.
 


Auf dem Teich war noch Eis, die Temperatur aber war sehr angenehm, wie man sehen kann!

Es war ein schöner Nachmittag und wir lernten uns noch besser kennen – später fuhren wir zurück ins Hotel zu einer kurzen Pause – um uns umzuziehen für die Fotosession in Olesia's Studio.
 


Später am Abend waren wir eingeladen in Mikhails Wohnung. Es gab Käse und sehr guten Rotwein. Wir sahen das Video von Secret Service, die auf Einladung von Mikhail in Jekaterinburg aufgetreten sind. Er teilte uns mit, dass das Konzert in Tscheljabinsk nicht stattfinden wird und wir noch einen weiteren Tag für neue Erfahrungen geschenkt bekommen.
 

::: Zweiter Tag

Also trafen wir uns am nächsten Mittag zu einem neuen Ausflug – es sollte zur Grenze von Europa und Asien gehen und hinterher ein Barbecue geben – das hörte sich gut an!
 


Bilder sagen mehr als tausend Worte – die Wahrheit ist, dass wir mit einem Bein in Europa, und dem anderen in Asien standen!
 


Dann fuhren wir in eine schöne Landschaft und erreichten unser Ziel – einen Freizeitpark für Familien und Gesellschaften – in einem Birkenwald standen vereinzelte Pavillons, die man mieten konnte – das ganze war umrahmt von einem See, an dessen Ufer Badehäuser standen.

Banja! Russische Sauna – das hatte ich schnell raus gekriegt und regte erfolgreich im Verlauf des üppigen Barbecues einen Besuch der Sauna an!
 


Jeder schaute sich erst mal um - es war wirklich eine schöne, freie und entspannte Gesellschaft. Die Birken waren schneeweiß, viel heller, als bei uns! Die Anlage war sauber in die Natur eingebettet – es gab keinen Lärm…………
 


Es waren die besten Lamm - Koteletts meines Lebens – Irgendwann wurde es unruhig, ich wurde aufgefordert, den Männern ins Banja zu folgen – Dann mal los – Ich hatte es ja so gewollt!
 


Irgendwann in der Nacht endete diese unvergessliche Party ganz entspannt im Bett unserer Hotelzimmer!
 

::: Dritter Tag / Die Show

Doch der nächste Tag war der Tag! Alles war verabredet und wir freuten uns, jetzt endlich auch unseren Teil beizutragen – Soundcheck ca. 15:00 Uhr – Umziehpause – 20:00 Uhr Showtime … Das war der Schedule --- und so sollte es kommen!
 


Der Soundcheck war begleitet von gut informierten, kompetenten und außerordentlich netten Menschen – vielen Dank an alle! Vor allem auch an unsere bezaubernden Tänzerinnen!
 


Die Show mögen die Beobachter beschreiben – ich war auf jeden Fall nach eineinhalb Stunden klitsche nass und brauchte etwas Zeit zum trocknen und umziehen – doch die Fans waren schon unruhig und wollten endlich ihre Autogrammstunde………
 


Viele kamen mit ihren Vinyl LPs und CDs, um sie signieren zu lassen und alle wollten Fotos mit uns – die Anerkennung und Begeisterung war kaum aus zu halten und es schien kein Ende zu nehmen – wir versuchten geduldig, alle persönlichen Wünsche zu erfüllen und die vielen Fragen zu beantworten – irgendwann waren wir dann doch zurück in unserem vertrauten NOVOTEL.